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Neuer Defibrillator für die Vulkanhalle

DRK Ortsverein installiert Defibrillator in der Vulkanhalle

v.l.n.r: 2. Vorsitzender Mirko Schilberz, 1. Vorsitzender Georg Stein, Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel

Es ist ein Dienstagabend im Herbst. Ein Herrenballet eines Karnevalsvereins trainiert in der Vulkanhalle Kruft  für die kommende Fastnachtsession. Plötzlich greift sich ein Mann an die Brust und fällt bewusstlos um. Schnell eilen die anderen zu ihm. Er atmet nicht. Einer erinnert sich an seinen Erste Hilfe Kurs. Notruf absetzen, „einer muss 112 wählen“, Herzdruckmassage, Beatmen. Mutig beginnt er mit der Wiederbelebung. Ein weiterer läuft in das Foyer der Vulkanhalle und reißt die Klappe des grünen Schutzkastens des AED (Automatisch - Externer - Defibrillator) auf und entnimmt das Gerät. Beim Bewusstlosen wird der AED eingeschaltet. Eine Stimme aus dem Defibrillator erläutert das genaue Vorgehen. „Beide Elektroden auf den nackten Oberkörper kleben“. Der AED fordert die Helfer auf, die Wiederbelebung zu stoppen. „Alle weg vom Patienten! Achtung Schock abgeben“ durch drücken der blinkenden Taste wird der Strom freigegeben. Der Bewusstlose verkrampft kurz. Danach leitet der AED wieder zur Wiederbelebung an. 30 mal das Brustbein nach unten drücken, zweimal beatmen. Endlich trifft der Notarzt und der Rettungswagen ein. Sie übernehmen jetzt. Nach kurzer Behandlung hat der Bewusstlose endlich wieder einen eigenen Puls. Nach nur wenigen Tagen im Krankenhaus kann der Mann ohne Folgeschäden entlassen werden. So könnte dieser Defibrillator Leben retten, erläutert der Arzt Dr. Mirko Schilberz, 2. Vorsitzender des DRK Ortsvereins Kruft.

Am Donnerstagabend den 15.01.2015 stellt der DRK Ortsverein zusammen mit Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel offiziell den neuen AED in der Krufter Vulkanhalle in Dienst.

Das knapp 2.000 € teure Gerät ist einfach aufgebaut und speziell für unerfahrene Ersthelfer konzipiert. Es leitet den Ersthelfer nach dem Einschalten durch die gesamte Wiederbelebung. Sobald die Elektroden aufgeklebt sind, kontrolliert der Defibrillator ständig die Aktivitäten am Herz. Bei einem gesunden Herzschlag gibt er keinen Stromstoß frei. Nur beim sogenannten Kammerflimmern wird die Energie hochgeladen. Ähnliche Geräte hängen mittlerweile in vielen öffentlichen Gebäuden, in Banken, in größeren Städten, in den U-Bahnstation oder an Flughäfen. 

Auch das Ersthelfer Team des DRK Ortsvereins sowie die Feuerwehr Kruft haben schon länger ähnliche Geräte.

Die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten trägt der DRK Ortsverein Kruft. Wenn nur ein Leben mit dem AED gerettet werden kann, dann haben sich die Ausgaben schon gelohnt, so der 1. Vorsitzende des Ortsvereins, Georg Stein.

Das plötzliche Herzversagen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die häufigste Todesursache in Deutschland. Mit der flächendeckenden Bereitstellung von Laien -Defibrillatoren kann so vielen Menschen das Leben gerettet werden.

Mutig sein, nicht wegsehen, helfen!

Jeder kann helfen und jeder, der einen Führerschein besitzt, hat auch mal einen Erste Hilfe Kurs besucht. Die Angst, Fehler zu machen, ist unberechtigt. Den einzigen Fehler den man machen kann ist nicht zu helfen. Erste Hilfe Kurse zur Wiederauffrischung und für alle, die noch keinen Kurs gemacht haben, bietet der DRK Kreisverband Mayen-Koblenz regelmäßig solche an. Auf der Homepage www.mayen-koblenz.drk.de findet man die aktuellen Termine. (md)

14. Februar 2015 11:47 Uhr. Alter: 3 Jahre